Lichtstimmung mit additiver Farbmischung

Farbmischung Die subtraktive Farbmischung der Pigmente, bei der die Zusammenmischung aller Farben schwarz ergibt, kennen die meisten schon aus der Schule. Im Licht werden bei diesem Farbmischverfahren Filter unterschiedlicher Wellenlänge zeitgleich vor einer Lichtquelle angebracht. Das sichtbare Produkt der subtraktiven Farbmischung wird immer dunkler, was zeigt, dass diese Methode wenig wirtschaftlich ist.

Um Lichtfarben zu mischen, wird die additive Farbmischung (Rot-Grün-Blau) eingesetzt, die auf einer Fläche auftreffende Wellenlängen addiert.

Alle Farben des Lichts sind im internationalen Farbdreieck dargestellt. Sie sind um den absoluten Weißpunkt angeordnet, der durch die Addition der drei Grundfarben in identischer Intensität entsteht. Da die Sättigung der Farbe nach außen hin zunimmt, erkennt man, dass sich die Randkurve der Farbtafel aus dem Spektralfarbenzug von blau-violett bis dunkelrot, der sogenannten Purpurlinie zusammensetzt.

Additiv lassen sich nur Farbarten erzeugen, die auf der Geraden zwischen beiden Farborten liegen, d. h. aus blaugrünem und rotem Licht kann kein gelbes werden.

Dimmbare, elektronisch steuerbare Lichtsysteme mit RGB-Leuchtstofflampen oder LED-Multicolorleuchten gestalten individuelle Lichtstimmungen, die vor allem bei hinterleuchteten Flächen zum Einsatz kommen. Gezielt gesteuerte Veränderungen von Intensität, Farbe und Richtung des Lichts verleihen Dynamik. An die Stelle statischer Beleuchtungskonzepte treten so abwechslungsreiche Lichtdramaturgien. Mit Hilfe von Lichtsteuerungen lassen sich sogar Lichtchoreographien erzeugen:

Erlebniswelten schaffen bedeutet, möglichst viele Sinne anzuregen. Während der Tast- und Geschmackssinns in der Regel eine Aktion des Besuchers erfordert, kann das Sehen, Hören und Riechen aktiv vom Betreiber der Verkaufsräume beeinflusst werden. Da der Mensch vorwiegend „mit den Augen“ kauft, ist es wesentlich für Verkaufsräume, eindrucksvolle Lichterlebnisse mit lebendigen Lichtszenen zu schaffen.

Im Verkaufsbereich weckt farbiger Lichtverlauf, der in verschiedenen Intervallen und Richtungen die Farbigkeit ändert, Aufmerksamkeit. Betreiber können ihre Kollektionen durch wechselnde Lichtfarben und Effekte in Szene setzen.

Ein Lichtstrahl. Ein Spiegel... und eine geniale Idee.

Die Spiegel-Werfer-Lichttechnologie arbeitet nach einem einfachen Prinzip. Das Licht eines Scheinwerfers wird gebündelt auf einen Facettenspiegel gerichtet und von den gewölbten Spiegelflächen blendfrei auf die definierte Fläche reflektiert. Blendfrei, weil der Spiegel das Licht entsprechend der Zahl seiner Facetten in einzelne Lichtpunkte zerlegt. Viele kleine Lichtpunkte blenden weniger als ein großer.

Zumtobel Miros Durch die örtliche Trennung von Lichtquelle und Reflektionsfläche können hohe Räume und große Volumen gezielt ausgeleuchtet werden. Eingesetzt werden diese Systeme daher immer dort, wo große Höhen überbrückt werden müssen, beispielsweise in großen Hallen oder im Freigelände. Das Licht wird an schwer zugängliche Orte geschickt, um es von dort - gleichmäßig verteilt- im Raum zur Verfügung zu stellen.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Spiegel, die das Licht im Raum verteilen, sind praktisch wartungsfrei, und die Werfer, die meist von unten oder von der Seite auf die Spiegel strahlen, können gut erreichbar montiert werden.

Siteco Autobau Das Licht des leistungsstarken Werfers wird so gebündelt, dass einerseits nicht nur das Zentrum des Spiegels bestrahlt wird, sondern die gesamte Spiegelfläche gleichmäßig ausgeleuchtet wird, und andererseits Streuverluste bei der Reflexion am Spiegel gering gehalten werden.
Siteco Autobau 150x200 Die Spiegel werden in runder und eckiger Grundform und unterschiedlichen Kantenlängen angeboten. So können sie in beliebige Deckenkonstruktionen und Außenleuchtensysteme integriert werden.

Ein Spiegel besteht aus bis zu 1.000 Facetten. Diese konkaven und konvexen Wölbungen zerlegen das Licht und verteilen es exakt über die Fläche. Durch die geringe Leuchtdichte der einzelnen Lichtpunkte reduziert sich die Blendung auf ein Minimum. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, können je nach lichttechnischer Anforderung unterschiedliche Oberflächenstrukturen und Ausweitungswinkel eingesetzt werden.

Siteco Bei der Innenraumbeleuchtung bilden Projektor und Spiegel in der Regel keine Einheit. Im Außenbereich wird das Spiegel-Werfer System auch bei Mastleuchten eingesetzt, wobei hier der Spiegel in der Regel das Leuchtendach bildet. Auf diese Art kann beispielsweise mit nur einem einzigen 25 Meter hohen Mast eine Fläche bis zu 100 x 100 Meter gleichmäßig ausgeleutet werden.