Anbindung der Telefonanlage an die Türkommunikation

Die Integration einer Türstation in eine Telefonanlage, gleich ob analog oder ISDN, ist heute Bestandteil einer modernen Kommunikation. Über diese Verbindung ist eine Sprechverbindung mit der Türfreisprecheinrichtung (TFE) von jeder Nebenstelle der Telefonanlage möglich.

Dieses bringt besondere Vorteile, da man auch schnurlos, evtl. aus dem Garten mit dem Besucher an der Tür sprechen kann. Das Öffnen der Tür ist durch wenige Tasteneingaben am Telefon durchführbar. Eine Rufumleitung nach extern (Apothekerschaltung) ist auch möglich. Bei dieser Anwendung kann man sich zwar fragen, ob es sinnvoll ist, einen Türruf auf ein mobiles Telefon weiterzuschalten, aber sicherlich ist es eine praktische Sache, wenn man auf einen Besucher wartet, und kurzzeitig das Haus verlassen muss. Es gibt mittlerweile verschiedene Möglichkeiten, eine TFE an eine Telefonanlage anzubinden. Nachfolgend sind drei dieser Varianten erläutert:

Norm-Schnittstelle FTZ 123 D 12

Über diese Schnittstelle werden die einzelnen Funktionen wie Türsprechen, Türöffnen und Klingeln separat gesteuert. Die Anzahl der Klingeleingänge sind abhängig von der Telefonanlage, hier können je nach Bauart (modulare Bauweise) mehrere Klingeltaster angeschlossen werden. Nicht jede Telefonanlage verfügt über die FTZ 123 D 12. Bei Kompakt-Anlagen kann sie direkt eingebaut sein, oder bei modularen Telefonanlagen über ein Modul nachgerüstet werden.

Eine direkte Anbindung verschiedener TFEen der Hersteller von Türkommunikationsanlagen ist aufgrund der unterschiedlichen Systeme nicht möglich. Hier muss immer zusätzlich ein so genanntes Türinterface installiert werden. Dieses Türinterface macht die Anpassung der TFE an die Schnittstelle FTZ 123 D 12 möglich. Schaltpläne für die Anbindung von TFEen von verschiedenen Anbietern können bei den Herstellern der TK-Anlagen angefordert werden. Aus diesen Schaltplänen geht auch hervor welche Geräte dazu benötigt werden. Am einfachsten gelangen Sie an diese Informationen über das Internet. Hier stellt fast jeder Hersteller von TK-Anlagen im Downloadbereich die Schaltpläne zum Herunterladen zur Verfügung.

CE 2-Draht-Schnittstelle

Dies ist eine spezielle Schnittstelle zum direkten Anschluss bestimmter TFEen, wie zum Beispiel die Doorline T01/02 oder T03/04 der Telekom. Ein Türinterface ist bei dieser Schnittstelle in der Regel nicht notwendig. Die CE 2-Draht-Schnittstelle ist in den wenigsten TK-Anlagen vorhanden.

a/b-/S0-Schnittstelle

Hier wird die TFE an einer normalen analogen Nebenstelle oder dem internen S0-Bus der Telefonanlage angeschlossen. Bei dieser Anbindung erfolgt das Ansteuern des Türöffners und aller anderen Befehle über MFV (Mehrfrequenz Wahlverfahren). Auch hier muss ein Türinterface, welches die Anpassung auf die a/b-/S0-Schnittstelle der TK-Anlage vornimmt, installiert werden. Die Anzahl der Klingeltaster bei dieser Anbindung ist abhängig von der installierten TFE und nicht mehr von der Telefonanlage. Es können theoretisch bis zu 100 und mehr Klingeltaster zugeordnet werden. Der Vorteil liegt darin, dass an jede Telefonanlage mit einer a/b- oder S0-Schnittstelle eine TFE angeschlossen werden kann.