Ausstattungswerte für Elektroinstallationen

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Do it yourself? – Vorsicht bei Eigenleistung in der Elektroinstallation

Auch versierte Heimwerker setzen Versicherungsschutz und Gesundheit aufs Spiel / Initiative Elektro+ empfiehlt Kostenersparnis und Risiken genau abzuwägen

“Do it yourself – selbst ist der Mann/die Frau”: Unter diesem Motto suggerieren unter anderem die Baumärkte Verbrauchern täglich in aufwändigen Werbekampagnen, dass sie alle Handwerkertätigkeiten im Haus selbst in die Hand nehmen können – auch ohne fachliche Ausbildung. Ein Tipp, bei dem manchmal durchaus Zweifel angebracht sind, insbesondere wenn es um die Elektroinstallation geht: “Wer einfach die Sicherung abschalten und loslegen will, setzt nicht nur seinen Versicherungsschutz aufs Spiel, sondern läuft Gefahr, sich und andere durch mangelndes Fachwissen zu gefährden. Ein hoher Einsatz, wenn man bedenkt, dass die Elektroinstallation beim Neubau nur etwa drei Prozent der Gesamtkosten beträgt”, erklärt Klaus Jung vom Initiativkreis “Elektro+”.

Bei einer durchschnittlichen Bausumme von 250.000 Euro mache das lediglich etwa 12.000 Euro aus. Da sich außerdem aus Gründen der Sicherheit und des Versicherungsschutzes die Eigenleistung höchstens auf angeleitete Stemmarbeiten und nie auf die komplette Installation der elektrischen Anlage belaufen könne, ließen sich also maximal 0,5 bis 0,8 Prozent der Bausumme einsparen.

Gefahr im Verzug

In Deutschland werden elektrische Hausanlagen mit einer Spannung von 230 Volt betrieben und schon Spannungen von 50 Volt können tödlich sein – Arbeiten an der Anlage bergen insofern immer ein Risiko für Gesundheit und Leben. Die unsachgemäße Verlegung von Leitungen führt nicht selten zu Störungen oder Schwelbränden, die oft erst zu spät erkannt werden. Deshalb gelten für die Ausführung von Installationsarbeiten strenge Regeln, insbesondere im Feuchtraum- und Außenbereich. Aber auch im Haus- oder Wohnungsinneren sollte das erforderliche Know-how für Arbeiten an der Elektroanlage nicht unterschätzt werden. Grundsätzlich ist bei Elektroinstallationsarbeiten die Abnahme durch einen beim Energieversorger eingetragenen Elektrofachbetrieb erforderlich.

Der Elektromeister bestätigt mit seiner Unterschrift, dass die gültigen VDE-Bestimmungen eingehalten wurden, alle Leitungen korrekt angeschlossen worden sind und die Anlage somit sicher ist. Nur mit dieser Unterschrift besteht im Schadensfall Anspruch auf Versicherungsschutz beziehungsweise Garantieleistung. Gerade bei der Modernisierung und Erweiterung älterer Anlagen ist das Hinzuziehen eines Fachmanns bares Geld wert: Er weiß was zu tun ist, um die Anlage für die nächsten zehn bis 20 Jahre aufzurüsten und so zukunftsfähig zu machen. Tipps zur richtigen Ausstattung und der Planung der elektrischen Anlage in Häusern und Wohnungen gibt auch Elektro+ unter www.elektro-plus.com.

Profi-Einsatz spart Zeit und schont die Nerven

Wer bei der Elektroinstallation nur an Kosteneinsparung denkt, vergisst oft, dass der Fachmann sehr viel effizienter arbeitet. Im Gegensatz zum Privatmann, der die Wand mühselig mit Hammer und Meißel aufstemmen muss, arbeitet der Handwerker mit modernen Profi-Fräsgeräten, die staubarm und mit direkter Absaugfunktion ausgestattet sind. Außerdem ist er meist schon allein auf Grund seiner Erfahrung schneller als der ungeübte Heimwerker.

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